Geschichte der Fotografie

Die Suche nach gestaltungstheoretischen vermittelbaren Grundsätzen in der Geschichte der Fotografie zeigt, wiewohl ihre Parallelität und Distanz zur praktischen Tätigkeit oft bemängelt wird, durchaus Früchte. Gros/Steffen entwickelten 1983 und 2000 Hauptkategorien gestalterischer Formfindung: zu ihnen zählen die praktischen Funktionen, die vor allem physische Merkmale von Gebrauchsgegenständen zu erfüllen haben, formal-ästhetische Funktionen von Produkten und die semantischen Funktionen von Produktelementen, zu denen die Anzeichenfunktion und die symbolische Funktion von Gegenständen gehören. Während die Anzeichenfunktion auf Produkteinzelteile wie Anschalt- und Steuerungselemente abzielt, die einen durch die Sozialisierung wirksam werdenden Signalcharakter – beispielsweise von Hebeln und der Signalfarbe Rot - tragen, spricht die symbolische Funktion gesellschaftlich kreierte Effekte wie den Symbolcharakter von Statussymbolen an. Sehr ähnlich trennt auch B. Schneider 2005 in technisch-praktische, ästhetische und symbolische Funktionen. G. Bonsiepe hatte 1964 innerhalb seiner Systematik die symbolische Funktion als kommunikative Funktion beschrieben, die er in die Kategorien der informativen und der persuativen Funktion unterteilte.

Geschichte der Fotografie und des Designs

Je nach verwendetem Medium oder der jeweiligen Funktion kann derzeit eine Vielfalt an einzelnen Designdisziplinen unterschieden werden, die innerhalb der Ausbildung an Fachhochschulen und Hochschulen zur Vertiefung der Spezialisierten Kenntnisse und damit zur Differenzierung dieser spiezialisierten Fachrichtungen und späteren Berufszweige angewandt werden. Seit jeher gibt es in der Geschichte der Fotografie eine solche Unterscheidung in Disziplinen. Zu den einzelnen Disziplinen gehören das Mode- oder Bekleidungsdesign, das Farbdesign oder Color Design, das sogenannte „Interaction Design“, das Aspekte der Interaktion zwischen Mensch und Umwelt einbezieht und Eingabe- bzw. Steuerungsmodule zu optimieren versucht, das bereits erwähnte Kommunikations- bzw. Grafik-Design, das die Gestaltung von Druckmedien wie auch Webdesign einschließt und Grundkenntnisse der Fotografie sowie der Bildbearbeitung verlangt, das Produkt- bzw. Industriedesign, Schmuckdesign sowie als gelegentlich verwendeter Sonderbegriff für Automobilgestalter das sog. „Transportation Design“. Als noch relativ junge Richtung bildet sich das sogenannte „Service Design“ heraus, das eine optimierte Gestaltung von Dienstleistungen zum Ziel hat und damit den bisher gebräuchlichen gegenstandsbezogenen Schwerpunkt des Design-Begriffs im deutschsprachigen Raum zu verlagern beginnt.

Geschichte der Fotografie und ihres Erfolgs

Das Internet hat viel dazu beigetragen, dort kann man neben einem Fantasy Online Game auch viel in Sachen Fotografie machen. Wie auch der Erfolg der Fotografie - in Anbetracht der Geschichte der Fotografie - ist auch das Design eng verknüpft mit der Industrialisierung und der durch sie möglich gewordenen Massenproduktion von Produkten. Wenngleich die moderne Designgeschichte ihren Beginn vage um 1900 verortet, so gilt als eine ihrer wichtigsten historischen Grundlagen das für die klassische Moderne bedeutende Bauhaus, das als Staatliches Bauhaus Weimar 1919 von Walter Gropius gegründet worden war und 1925 dach Dessau umzog. 1932 erfolgte ein weiterer Umzug nach Berlin-Steglitz, bevor es kurze Zeit später von den Nationalsozialisten endgültig durch erzwungene Selbstauflösung geschlossen wurde. Zu den Bauhaus-Werkstätten zählten die Druckerei bzw. Druck-Grafik unter Lyonel Feininger, die Glasmalerei, die Metallwerkstatt unter Johannes Itten und László Moholy-Nagy, die Tischlerei unter Walter Gropius, der die Werkstatt neben der Architektur-Werkstatt als Formmeister leitete, die Weberei, die Fotografie-Werkstatt, die Wandmalerei unter Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky, die ebenfalls von Oskar Schlemmer mit Lothar Schreyer geleitete Bühnen-Werkstatt, die Buchbinderei unter Paul Klee, die von Gerhard Marcks geleitete Töpferei, die Architektur-Werkstatt, für die neben Ludwig Mies van der Rohe auch Walter Gropius zuständig war, die Ausstellungsgestaltung und die Werkstatt für Harmonisierungslehre. Viele bekannte Bauhaus-Künstler, –Designer und –Architekten wie Walter Gropius, Laszlo Moholy-Nagy und Ludwig Mies van der Rohe gingen nach der Schließung des Bauhauses in die Emigration: sie wählten das amerikanische Exil, von wo aus sie auch forthin wirken konnten - so auch Walter Gropius, der ab 1937 sein Konzept als „The New Bauhaus“ weiterentwickelte. Wenngleich das leicht verfälschte Trugbild eines vereinheitlichten Bauhaus-Stils sich erst seit den 70er Jahren durch Produktwiederauflagen durchzusetzen begann, so ist doch der Einfluss des Bauhauses auf die Produktgestaltung, Architektur und Kunst der Moderne derart beträchtlich, dass die umgangssprachliche Gleichsetzung des Bauhaus-Stils mit dem Design der Moderne nur in kunsttheoretischer Fachliteratur Differenzierungen erfährt. Das Industrial Design als die zweite bedeutende internationale Strömung im Design des 20. Jahrhundert und der Geschichte der Fotografie entwickelte sich in den Vereinigten Staaten rasch als stärker kommerzialisierte – der programmatischen Ausrichtung des Bauhauses dadurch eher entgegengesetzte – Gestaltungsweise. Zu den frühen Einsatzbereichen industrieller Designer gehörte bereits in den 20er Jahren die Produktkosmetik in der Autobranche. Über den Umweg der Werbe-Fotografie und –Grafik wirkt das Industrial Design sehr rasch auch in diese beiden Bereiche hinein. Heutzutage erlebt die Fotografie durch unzählig viele Sehenswürdigkeiten und Reisen ihren Boom im Privatbereich und bei Amateurfotografen.