Design

Der Begriff des Design, ein Anglizismus für gestalterische Tätigkeit und Formfindung hat mittlerweile die Bezeichnung „Gestaltung“ abgelöst und ist seit Jahrzehnten fest in der deutschen Sprache verankert. Jedoch hat die Bezeichnung während ihres Eingangs in den deutschen Sprachraum eine leichte Variation erfahren: während Design in den angelsächsischen Sprachen auch technisch-konstruktive Aspekte beinhaltet, fokussiert der Begriff im Deutschen vor allem auf künstlerisch-formale Fragen der Gestaltung, wobei die einzelnen Ansätze abhängig sind von der Frage, ob die Annäherung formal, funktional, materialbedingt oder konstruktionsbezogen stattfindet. Im alltäglichen Sprachgebrauch bezieht sich Design vor allem Fragen der Gebrauchs- und künstlerischen Gestaltung von Objekten, in der Fachliteratur umschließt sie – hier die Prozesshaftigkeit gestalterischer Formgebung betonend – auch Designvorstufen; mithin virtuelles Design, hierbei sowohl den 3D- wie auch den zweidimensionalen Raum miteinbeziehend. Erst Wortkombinationen wie Grafik-Design ermöglichen den Bezug explizit auch auf Methoden der Bildfindung. Bei Online Games ist das genauso. Nur das die Grafiken nicht so straff programmiert sind wie manch Konsolen- oder PC Spiele. Bei Online Games kommen einfachere Grafiken, die von Browser auch schnell geladen werden können, zum Einsatz.

Design, Ausbildung und Einsatzbereiche

Grafik, früher allgemein üblicher Begriff zur Umschreibung von Zeichentechniken, wird heute neben ihrer beibehaltenen Bedeutung in der Kunst als Begriff für datenbasierte Visualisierungsmethode für Tabellenwerte, allgemeiner synonymisch für die Illustration sowie als Begriff in der digitalen Bildverarbeitung – hier unterteilt in die Raster- und Vektorgrafik – verwendet. Nur im Sprachgebrauch der elektronischen Bildverarbeitung (Programmhandbücher, Navigationsleisten elektronischer Bildverarbeitungsprogramme) wird der Begriff synonymisch für die Fotografie verwendet. In der Technik wird der Begriff Grafik angewandt zur Beschreibung von Abbildungen auf der Basis geometrischer Grundformen. Die Ausbildung der heutigen Grafik-Designer, die den früheren Gebrauchsgrafiker (meist ausgebildeter Maler und Zeichner) abgelöst haben, ist nicht vereinheitlicht: Grafik-Design wird sowohl an Fachhochschulen und einer Vielzahl privater Schulen unterrichtet wie auch als Studiengang an Hochschulen gelehrt. Die Berufsbezeichnung „Designer“ ist, wofern nicht mit dem Zusatz „Diplom-Designer“ versehen, ungeschützt. Zu den üblichen Einsatzfeldern des Grafik-Designers gehören neben der Mit- oder Zuarbeit bei der Erstellung von Printprodukten im Nachrichten-, Journal-, PR- und Werbebereich das Layout, die Entwicklung von Corporate Design, die Illustration von Texten (von Gebrauchstexten über wissenschaftliche Texte bis zum belletristischen Text), die Typografie, die Bearbeitung von Fotografien, die Entwicklung gestalterischer Grundkonzeptionen, das Web-Design und die Gestaltung von Verpackungen aller Art.

Design durch bekannte Grafik-Designer

Zu den bekannten Grafik-Designern gehören beispielsweise der 1933 in Warschau geborene Stanislaw Zagorski, der mit seiner Plakatkunst internationale Anerkennung gefunden hat – neben internationalen Plakatkunst-Ausstellungen wurde seine Arbeit 1964 auf der documenta III in Kassel ausgestellt; in den frühen 50er Jahren konnte er in den Vereinigten Staaten unter anderem auf der Kunsthochschule von Pennsylvania unterrichten. Ebenfalls für seine Plakatkunst bekannt geworden ist der 1938 geborene in Bitterfeld aufgewachsene Karikaturist und Grafik-Designer Klaus Staeck, der in den 70er Jahren für seine politsatirischen, größtenteils auf den Mitteln der Fotografie und Fotomontage basierenden Plakate und Postkartenserien berühmt geworden ist, wobei ihm nicht selten Anhänger der von Staeck satirisch-kritisch beleuchteten CDU/CSU-Politik unfreiwillig hilfreich gewesen ist: so haben Aktionen wie die Entfernung eines Staeck-Plakats („„Seit Chile wissen wir genauer, was die CDU von Demokratie hält“) von einer Ausstellung in der Parlamentarischen Gesellschaft in Bonn 1976 durch den CDU-Politiker Philipp Jenninger sowie das juristische Nachspiel der Plakatentfernung den Bekanntheitsgrad Staecks um ein Vielfaches weiter gesteigert, als es der CDU lieb gewesen wäre. Staeck hatte zusammen mit Joseph Beuys und Georg Mustermann 1973 den Trägerverein „Free International University“ (Freie Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung) mitgegründet und ist neben seiner Tätigkeit als Kolumnist für die Frankfurter Rundschau seit April 2006 Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Ein weiterer Grafik-Designer mit mittlerweile gewachsenem Bekanntheitsgrad ist der nebenher als Sänger und Songtexter tätige Bernd Köhler, der zusammen mit seiner Grafikatelier-Partnerin Barbara Straube Plakatkampagnen für soziale und Gewerkschaftsprojekte entwirft. Köhler ist unter anderem mit der bundesweit verbreiteten attac-Plakatserie „Ich finde Vodafone zum Heulen...“, die auf der Grundlage der Portrait-Fotografie im Sinne einer Fotomontage mit dem Firmenlogo beruht, bekannt geworden. Meistens arbeiten bekannte Foto- und Grafik-Deigner auch für Privatpersonen und kreieren eigens ein Fotobuch auf Wunsch, gegen entsprechende Zahlung.